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zur Person

Obwohl ich ein Kind der C-64 Generation bin, dachte ich in meiner Schullaufbahn nicht im Traum daran mit Computern meinen Lebensunterhalt zu verdienen. So schlug ich nach der AHS Matura vorerst eine naturwissenschaftliche Laufbahn ein.

über Chromatographen und Partydrogen zum IT Trainer

Während ich an der Universität Wien Chemie studierte kam ich durch eine Lehrveranstaltung in Kontakt mit Prof. Rainer Schmid. Er leitet die Abteilung für Medikamentenanalytik und Toxikologie im Zentrallabor des AKH Wien.

Dort verdingte ich mich bald geringfügig als freischaffender, wissenschaftlicher Mitarbeiter und entwickelte Methoden zum quantitativen Nachweis von Medikamenten und Suchtgiften in biologischen Proben.

1995 hatte ich das Glück eben dort an der Entwicklung des Drogenpräventionsprojekts Checkit mitzuwirken. Neben der chemischen Methodik und dem nächtelangen Einsatz vor Ort bestand mein Beitrag vor allem in einem datenbankgestützten, verteilten Auswertungssystem.

Erstkontakt mit Freier Software

Etwa zu dieser Zeit fand auch die erste Berührung mit OpenSource Software und dem Internet statt. So betrieb ich vorerst unter OS/2 einen Webserver, der vor allem abteilungsintern relevante Informationen und Links bereitstellte. So etwas sollte man später ein Intranet nennen. Mit PegasusMail in einem Multiuser Setup sammelte ich meine ersten Groupware Erfahrungen.

Leider kann ich die Version nicht mehr zweifelsfrei feststellen, aber die erste Linux Distribution die ich installierte war Slackware. Ein wesentliches Kriterium bei der Wahl war die Möglichkeit, die Distribution in einzelnen Diskettensets herunter zu laden. So bestand der Kern aus rund fünf 3,5" Disketten, Netzwerkfunktionalität kam dann mit einem Satz von weiteren sieben Disketten hinzu.

Dank NFS, DHCPd, Apache und Co erlebte das kleine Abteilungsnetz einen rasanten Zuwachs an Funktionen. Referenzbrowser war damals noch der NSCA Mosaic, aus dem dann der Netscape Navigator hervorging.

Einstieg in die IT als Haupterwerb

Meine Talente auf dem Gebiet der Netzwerkservices und Office Applikationen konnte ich nicht lange verbergen. So begann ich über persönliche Kontakte als IT Trainer für Schulungsfirmen und Volkshochschulen zu arbeiten.

Dabei lernte ich Menschen aus den unterschiedlichsten Altersgruppen und Branchen kennen. Auch wenn die Kursinhalte doch zumeist gleich waren wurde damit jede Unterrichtseinheit zu einer Quelle neuer Erfahrungen.

Von da war es dann ein kleiner Schritt zu ersten Firmenkunden deren Netzwerke und Server ich betreute. Firewalls, Mailserver, Proxies sind nur Beispiele aus dem Spektrum meiner damaligen Tätigkeiten.

Y2k und der Kollaps bleibt aus

Den vermeintlichen Jahrtausendwechsel inklusive massiv überbewertetem Computerbug verbrachte ich wieder im AKH. Diesmal als Systemoperator in der EDV Abteilung des Zentrallabors.

In einem sechsköpfigen Team waren wir für den 24x7 Betrieb der laborinternen EDV-Systeme und der Schnittstellen zum krankenhausweiten System verantwortlich. Eine bunte Palette an Computersystemen (von HP-9000 Rechnern aus den späten 1980ern bis zu einem Digital Alpha Failover Cluster) und die hohen Anforderungen an den Betrieb in so einem kritischen Umfeld lieferten neuerlich spannende Impulse.

Im Mittelpunkt der Mensch

Nach dem Zivildienst übernahm ich die Verantwortung für die EDV Agenden im Wiener Hilfswerk. Anfangs als Mitarbeiter des damaligen Controllers und stellvertretenden Geschäftsführers Gustav Pospischil, später als Leiter der Stabsstelle EDV.

Eine NPO im Bereich soziale Dienste und Gesundheitswesen steht vor der Herausforderung, unter sparsamem Einsatz finanzieller Mittel ein Höchstmaß an Verlässlichkeit zu bieten. Das spiegelt sich in allen Bereichen einer derartigen Organisation wieder, nicht zuletzt in der IT.

Eine konsequente OpenSource Strategie ermöglichte es mir mit einem kleinen Team aus drei Personen und praktisch keinem Budget, gut integrierte IT Dienste in hoher Qualität anzubieten. Genauso, wie das Hilfswerk sich an seinen Klienten orientiert, waren auch für mich die Mitarbeiter und deren optimale Unterstützung stets der Qualitätsmaßstab.

Die Seite gewechselt

Bei der neu gegründeten, österreichischen Niederlassung der Firma it-novum wechselte ich zum Consulting. Mit großem Schwerpunkt auf konzeptionelle Tätigkeiten und Presales lernte ich in einigen Projekten Firmen aus unterschiedlichsten Branchen und Größen aus einem neuen Blickwinkel kennen.

Meine Erfahrungen mit nahezu allen Aspekten moderner EDV Anlagen, sowie Nagios als OpenSource Lösung für Systemmonitoring erwiesen sich hierbei als nützliches Rüstzeug. Projektmanagement und die Vermittlung zwischen Entwicklern und Kunden zählten zu den spannendsten Herausforderungen.

Freie Software als roter Faden

Rückblickend hat sich Freie Software als die große Konstante in meinem Schaffen herauskristallisiert. Aus Überzeugung von der Überlegenheit des OpenSource Gedanken stehe ich auch jederzeit in Diskussionen, Vorträgen und bei anderen Gelegenheiten bereit, wenn es darum geht die Fahne der Freien Software hoch zu halten.

Als Vorstandsmitglied der Linux User Group Austria leiste ich auch in meiner Freizeit einen Beitrag zur Verbreitung und hoffentlich zum nachhaltigen Erfolg der OpenSource Community.